Geschichte

Seit dem 14. Jhdt. grub man in Innerkrems nach hochwertigem Brauneisenerz. Am 13. August 1566 wurde der erste Hochofen in Eisentratten in Betrieb genommen. Dieser Hochofen lief bald auf Hochtouren. Das  Eisen durfte durch ein Privileg Kaiser Ferdinand I. in das Friaulische, nach Istrien, nach Venedig und in andere "wallische" Orte verfrachtet werden. Aus dieser Zeit ist auch noch das "Türggenhaus" erhalten, der ehemalige Sitz des Jakob Türgg, des Erbauers des Hochofens. Zu Beginn des 19. Jhdt. wurde der Hochofen erhöht, wodurch die Jahresproduktion noch bedeutend stieg. Die Eisenbergbaue und Hüttenwerke gingen schließlich in den Besitz des Grafen Lodron über, der sie modernisieren wollte, deshalb wurde 1860 ein neuer Hochofen errichtet. Dieser steht heute noch.1862 wurde der Hochofen zu Eisentratten stillgelegt. Die weite Entfernung vom Bahnanschluß und die abgelegenen Erzstätten waren schuld daran, daß der Betrieb für immer zum Stillstand kam.
Als einziges Baudenkmal des montanistischen Oberkärnten steht er  unter Denkmalschutz und ist seit 1949 im Besitz der Gemeinde.
Hochofen in Eisentratten

Das Wappen der Gemeinde Krems in Kärnten

In Kremsbrücke und Eisentratten, einem Gebiet mit alter Eisenverarbeitung, wurden 1541 bzw. 1566 die ältesten Floßöfen Österreichs, vielleicht des gesamten deutschsprachigen Raumes, errichtet. Aus diesem Grunde zeigt das Wappen den im Jahre 1861 von Konstantin Grafen Lodron in Eisentratten errichteten, über zehn Meter hohen Hochofen, der bis 1883 in Betrieb stand und heute das Wahrzeichen der Gemeinde darstellt. Da sich der Hochofen in der lieblichen Landschaft des grünen Liesertales erhebt, wurde als Schildfarbe Grün ausgewählt.
Die amtliche Beschreibung des mit Urkunde vom 30. November 1983 verliehenen Gemeindewappens lautet:
„In Grün ein silberner Hochofen (Konstantin-Hochofen in Eisentratten).“
Die Fahne zeigt die Farben Grün-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Wilhelm Deuer (Kärntner Landesarchiv)

Kulturgeschichtlich interessante Kirchen:

Erasmuskirche Nöring, 1398 erstmals erwähnt, auf Holz gemaltes Bild am linken Seitenaltar aus dem 15. Jhdt., Wandgemälde
ev. Kirche Eisentratten, 1803 , Barockaltar mit vier Evangelisten aus dem Jahre 1805
Friedenskirche Eisentratten, 1974
Florianikirche Eisentratten, 1664, befindet sich in Privatbesitz
Filialkirche "Johannes der Täufer", Pleßnitz, 1465 erstmals erwähnt, spätgotischer Altar, holzgeschnitztes Johanneshaupt
Kirche "Johannes Nepomuk", Leoben, 1766, Spätbarock
Pfarrkirche "Maria Trost", 1646, Kremsbrücke
Filialkirche "Hl. Nikolaus" in St. Nikolai, 1351 erstmals erwähnt, Hochaltar aus dem 17 Jhdt.
Knappenkirche "St. Andreas", Innerkrems, 1482 erstmals erwähnt, spätgotischer Bau mit drei Altaren, Epitaph aus 1587